Was ist Masterbatch?

Der Begriff Masterbatch bezeichnet Kunststoffadditive in Form von Granulaten, die einen höheren Farbmittel- und/oder Additivgehalt aufweisen als in der Endanwendung. Sie werden natürlichen Kunststoffen (Rohpolymeren) zugesetzt, um sie zu färben oder ihre Eigenschaften zu verändern. Im Vergleich zu Pasten, Pulvern oder flüssigen Additiven erhöhen Masterbatches die Prozesssicherheit und sind extrem einfach zu verarbeiten.

Üblicherweise gibt es in einem Masterbatch drei Gruppen. Einerseits Farb-Masterbatches zum Einfärben von Kunststoffprodukten, andererseits Additiv-Masterbatches und Farbmittel, die bestimmte Eigenschaften des Endprodukts wie UV-Stabilisierung, Flammschutz, Antistatik oder Antistatik garantieren und Additive enthalten sind.

Eine Erklärung für die Entstehung des Begriffs "Masterbatch" könnte auf der Verallgemeinerung des Kautschukherstellungsprozesses beruhen. Bisher durften nur Meister hochkonzentrierte und teure Mischungen (=Batches) zur späteren Verdünnung herstellen. Sie waren eine Mastermischung (= Masterbatch). Farb-/Additiv-/Kombinationskonzentrate entsprechen dem deutschen Branchenjargon. Eine wissenschaftlichere Erklärung ist wahrscheinlich "polymer bindende Additive".

Herstellung

Im Mischraum werden Pigmente und/oder Chemikalien mit dem Rohpolymer (also unbehandeltem Harzgranulat) vermischt. Anschließend wird die Mischung in einem Extruder aufgeschmolzen und im Falle eines Filamentgranulators durch winzige Löcher zu endlosen Spaghetti gepresst. Die heißen Kunststoffdrähte werden sofort durch ein Wasserbad geführt, in dem sie auf Raumtemperatur abgekühlt und vollständig ausgehärtet werden. Am Ende des Wasserbades befindet sich ein Granulator, um endlose Stränge in mehrere Millimeter lange Stücke zu schneiden.

 

Dieses Produktionsverfahren ist für Mengen bis zu mehreren Tonnen geeignet. Größere Tonnen werden von einer Unterwasser-Pelletmaschine produziert. Allerdings sind aufgrund ihrer rheologischen Eigenschaften nicht alle Rezepturen für dieses Verfahren geeignet. Die Mischung wird erneut in einem Extruder aufgeschmolzen und durch ein Sieb gepresst, vor dem sich auf engem Raum ein Messer dreht. Durch das Spülen mit Wasser verfestigt sich der freigesetzte, in linsenförmige Partikel geschnittene Kunststoff sofort unter Wasser.

 

Das Granulat wird kontinuierlich durch einen Wasserstrom transportiert und in einer Zentrifuge getrocknet. Unabhängig vom Herstellungsverfahren wird das Masterbatch anschließend durch ein Sortiersieb und zusätzlich durch einen Metallseparator geleitet, um übergroße oder zu kleine Kunststoffteile oder kleine Metallteile, die aufgrund von Verschleiß von der Maschine getrennt werden, zu entfernen. Je nach Polymerträger wird das fertige Produkt in Plastiktüten oder feuchtigkeitsdicht gepresste Aluminiumbehälter verpackt und anschließend an kunststoffverarbeitende Betriebe geliefert.

RAL-Farbmasterbatche der KS Keycolor

Mit den Farbmasterbatches von der KS Keycolor der Standart-RALtöne, lassen sich Spritzgußteile und Extrudate kosteneffizient und homogen einfärben.

Bereits eine geringe Zugabe unserem Masterbatch reicht hierbei aus, um ein farbstarkes Ergebnis im Endprodukt zu erzielen. Die bei der Herstellung verwendeten Rohstoffe sind natürlich cd und Diary-frei und selbstverständliche in der EU sowie im amerikanischen Lebensmittelmarkt zugelassen. Je nach Trägermaterial der ausgewählten Masterbatches, eignen sich die Masterbatche der KS Keycolor nicht nur für den Polyolefinbereich, sondern decken auch weitestgehend den technischen Bereich der Kunststoffe, wie zum Beispiel ABS, PBT, PMMA usw. ab.